Über uns

Vision

Das TdLab ist ein Ort, and dem Studierende, Dozierende, Forschende und andere gesellschaftlichen Akteur:innen aus unterschiedlichen Disziplinen, Berufen und Kulturkreisen gemeinsam die Komplexität des nachhaltigen Wandels definieren und anpacken, die Umweltgrenzen respektiert und soziale Gerechtigkeit für gegenwärtige und künftige Generationen wahrt.

Unser Auftrag

Als eine departementale Einheit des D-USYS sind wir dafür verantwortlich, die transdisziplinäre Lehre und Forschung  voranzutreiben. Wir konzipieren und erproben innovative Ansätze zur Bewältigung der komplexen Herausforderungen des nachhaltigen Wandels. Geleitet vom Prinzip der Koproduktion arbeiten wir mit verschiedenen Akteuren zusammen, um neue Ansätzein realen Kontexten zu entwerfen, zu testen und zu verfeinern.

Wir erproben:

In unseren Kursen konzipieren und leiten die Studierenden ihre eigenen transdisziplinären Projekte. In diesen Kursen erproben wir didaktische Formate und Instrumente, die es den Studierenden ermöglichen, gemeinsam mit gesellschaftlichen Akteuren Wissen zu erarbeiten. Eine solche gemeinsame Erarbeitung ist unerlässlich, um die komplexen Herausforderungen im Zusammenhang mit nachhaltigem Wandel zu bewältigen.

Wir führen Doktoranden und Postdocs in die transdisziplinäre Literatur zu Fallstudien, Theorien und Methoden ein. externe Seite Anhand der 10 Schritte reflektieren sie darüber, wie sie ihre
Forschungsprojekte transformativer und gesellschaftlich relevanter gestalten
können.

Transdisziplinäre Bachelor-, Master- oder Doktorarbeiten reichen über die akademische Welt hinaus in die Gesellschaft hinein. Um Studierende dabei zu unterstützen, ihre Arbeiten in den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext einzubetten, erproben wir die gemeinsame Betreuung durch Fachexperten und Experten für Transdisziplinarität. Darüber hinaus erproben wir transdisziplinäre Dissertationen, die andere Ergebnisse als wissenschaftliche Artikel liefern, wie beispielsweise Videos, Websites, Ausstellungen, Workshops oder Instrumente für die Gesellschaft.

Im externe Seite Real-world Lab Jurapark Aargau, erproben wir Methoden zur gemeinsamen Erarbeitung von Wissen und Praktiken. Regionale Akteure und Forscher von D-USYS definieren gemeinsam Nachhaltigkeitsprobleme und experimentieren mit Massnahmen zu deren Bewältigung. Wir konzipieren, leiten und organisieren den Prozess der gemeinsamen Erarbeitung, steuern Beziehungen, Erwartungen, Integration und Kommunikation.

Wir führen mehrere extern finanzierte Projekte durch, die untersuchen, wie Forscher:innen über Disziplinen und gesellschaftliche Sektoren hinweg zusammenarbeiten und welche kontextuellen Faktoren undStrukturen dies prägen (z. B. Institutionen und Finanzierung). Damit tragen wir zum Wissen über inter- und transdisziplinäre Forschung, Zusammenarbeit und Engagement bei, was wiederum in unsere eigenen Projekte und die internationale transdisziplinäre Gemeinschaft zurückfliesst.

Unsere Doktorand:innen, Postdoktorand:innen und wissenschaftliche Mitarbeiter:innen haben eine Selbsthilfegruppe für Nachweuchswissenschaftler:innen (ECRs). Die Gruppe trifft sich einmal im Monat, um über Forschung, Betreuung sowie persönliche und zwischenmenschliche Fragen zu diskutieren.

Der Leiter des TdLab hat ein Führungsgremium ins Leben gerufen, das eine inklusive Beteiligung und demokratische Entscheidungsfindung fördert und es allen ermöglicht, die zukünftige Ausrichtung des Labors mitzugestalten. Neben dem Leiter gehören dem Gremium Doktorand:innen, Postdoktorand:innen, wissenschaftliche Mitarbeiter:innen, Dozent:innen und Gruppenleiter:innen an. Es ist für alle Angelegenheiten zuständig, die das TdLab als Ganzes betreffen.  

Werte des TdLab: Was ist uns am TdLab wichtig?

Wir haben gemeinsam die Werte erarbeitet, die unsere Lehre, Forschung und Zusammenarbeit am TdLab leiten und an die theoretischen Grundlagen der transdisziplinären Forschung anknüpfen.

Wir bringen allen Menschen und Lebewesen hohe Wertschätzung entgegen. Wir behandeln andere als gleichberechtigt und setzen uns für soziale und ökologische Gerechtigkeit ein. Wir bringen unseren Respekt zum Ausdruck, indem wir zuhören und Stärken anerkennen, kritisch denken und auf neugierige, wohlwollende Weise anderer Meinung sein sowie Unterschiede akzeptieren.

Wir glauben daran, dass es wichtig ist, Annahmen, Rahmenbedingungen, Machtverhältnisse und Werte, die (Ko-Produktions-)Prozesse leiten, explizit zu machen. Indem wir diese Elemente klarstellen, können Menschen die Gründe hinter Entscheidungen nachvollziehen, während gleichzeitig Raum für Meinungsverschiedenheiten bleibt.

Wir möchten, dass die Menschen bei TdLab das Ruder ihrer Projekte selbst in die Hand nehmen. Sie sollen erleben, wie es ist, eigene Ideen zu entwickeln und Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übernehmen. Das Vertrauen in die Kompetenz der Menschen ist entscheidend, um ihr Potenzial freizusetzen

Unter Wahrung der wissenschaftlichen Integrität sollen die Menschen bei TdLab den Mut haben, zu scheitern. Sie sind dazu eingeladen, unausgereifte Ideen auszuprobieren, Fehler zu machen, darüber nachzudenken, daraus zu lernen und es erneut zu versuchen. Wir betrachten das „Fail Forward“ als Schlüssel zur Entwicklung von Ideen und Koproduktionsprozessen.

Unter Reflexivität verstehen wir die kritische Auseinandersetzung mit allem, was wir tun – einschliesslich der Annahmen und Positionen, die wir in unsere Arbeit einbringen, der Ergebnisse, die wir erzielen, und der Prozesse, denen wir folgen.

Ko-Produktion als zentraler Bestandteil von Teamarbeit und transdisziplinären Aktivitäten bezieht sich auf Wissen und Praktiken, die in einem partizipativen Prozess (z. B. von Forscher:innen und gesellschaftlichen Akteuren) erarbeitet werden. Sie baut auf der Vielfalt von Perspektiven, Fachkenntnissen, Interessen und Fähigkeiten aufund trägt dazu bei, dass diese zur Entfaltung kommen.

Inklusion bedeutet, unter den Teammitgliedern, Neuankömmlingen und Teilnehmenden ein Gefühl der Zugehörigkeit zu schaffen, in dem sich jeder wertgeschätzt, willkommen und gehört fühlt. Dazu gehört, die für die Teilhabe notwendigen Mittel und Ressourcen bereitzustellen sowie sich gegen ausgrenzende Verhaltensweisen und Strukturen zu wehren.

Partizipation ist uns als charakteristisches Merkmal von Transdisziplinarität, Forschung, Lehre und Governance wichtig. Unser Ausgangspunkt ist die funktional-dynamische Einbindung von Akteuren, d. h. die Überlegung, wen wir einbeziehen, und warum, wann und wie.

Beim Pragmatismus geht es darum, zu akzeptieren, dass nicht jede Entscheidung oder Aktivität auf perfekte Weise umgesetzt oder abgeschlossen werden kann. Es bedeutet vielmehr, den Fokus auf praktische, lösungsorientierte Ergebnisse zu legen und im Rahmen unserer Ressourcen und partizipativen Prozesse die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Sorgfalt in der Führung bedeutet, die Ressourcen bereitzustellen und die Voraussetzungen zu schaffen, damit Menschen sich intellektuell und als Menschen weiterentwickeln können. Wir legen Wert auf bedarfsgerechte Unterstützung und die Schaffung eines psychologisch sicheren Umfelds, in dem sich Menschen sicher fühlen, ihre Ideen und Anliegen zu äussern.

Mit Zuversicht schätzen wir das feste Vertrauen darauf, dass alles gut werden wird. Das bedeutet, einander zu vertrauen, sowohl den Mut als auch die Toleranz zu haben, aus Fehlern zu lernen, dem Prozess zu vertrauen und auf die Stärke zu vertrauen, die aus der Zusammenarbeit entsteht.

Wir streben in all diesen Bereichen nach mehr Integrität im Sinne einer Übereinstimmung von Gedanken, Worten und Taten hin.

JavaScript wurde auf Ihrem Browser deaktiviert